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Zukunftsvisionen

Das Jahr ist 2024 und die Grünen haben endlich erkannt, dass nicht Corona oder Klimawandel die Welt bedroht, sondern das selbstständige Denken. Weiter lesen

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Das Jahr ist 2024 und die Grünen haben endlich erkannt, dass nicht Corona oder Klimawandel die Welt bedroht, sondern das selbstständige Denken. Zur Lösung des Problems hatte Lauterbach bereits Ende 2023 eine landesweit durchzuführende Hirn-Lobotomie - zunächst auf freiwilliger Basis - für die besonders gefährdete Personengruppe IQ 80+, das heißt für alle Personen mit einem Intelligenzquotient von über 80 empfohlen.

Es stellte sich jedoch heraus, dass sich vor allem geistig Minderbegabte der Hirnoperation unterzogen, um dadurch Freunden und Bekannten nicht nur ihre Solidarität sondern auch ihre - ehemalige - Intelligenz von mindestens IQ 80 nachzuweisen. Im Winter 2023/24 wurde dann eine „freiwillige Lobotomiepflicht“ für alle schon länger hier Lebenden verordnet. Nicht-Lobotomierten wurden Reise-, Versammlungs-, Gewerbe- und Berufsverbote auferlegt, mit der Begründung, sie könnten andere - sowohl Lobotomierte als auch Nicht-Lobotomierte - mit ihrem Gedankengut anstecken.

Die Verordnungen waren allerdings vergebens und etliche Lobotomierte, die Freidenker-Ideen nachplapperten, mussten sich einer 14-tägigen Quarantäne mit ARD- und ZDF-Dauerberieselung unterziehen. Ein derartiger Freiheitsentzug der solidarischen und aufopferungswilligen Teilbevölkerung empfand die lobotomierte Grüne Abgeordnete Emilia Fester als untragbar und forderte im Bundestag die Zwangslobotomierung aller. Denn auch sie wolle ihre Freiheit zurück und der letzte Ausweg wäre eben der Lobotomiezwang.

Bedenken der AfD, dass die Lobotomierung von Ingenieuren und Facharbeitern der deutschen Wirtschaft schaden könne, scheiterten am Einwand, dass die geistige Gesundheit der Bevölkerung höher zu bewerten sei als das Bruttoinlandsprodukt. Die Bedenken, dass lobotomierte Hirnchirurgen dann eben keine Lobotomien durchführen könnten, wurden von Lauterbach widerlegt: Die Operation erfordere lediglich den Einschlag mehrerer Stahlnadeln durch den Schädel und könne auch von Migrationsfachkräften, die übrigens aufgrund von Vollstreckungsschwierigkeiten nicht dem Lobotomiezwang unterlägen, durchgeführt werden. Der Einwand, dass Freidenker aus Dänemark, Österreich oder Ungarn dennoch die Denkhygiene Deutschlands beeinträchtigen könnten, wurde durch den Beschluss, die Grenze mit Selbstschussanlagen abzudichten, entkräftet. Außerdem werde nach wie vor das Endziel der weltweiten Zwangslobotomie angestrebt.

20.03.2022

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